Grundsätzlich ist eine gute Impfantwort bei Patient:innen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen beschrieben. So konnte in Studien insgesamt keine generell reduzierte Impfantwort bei Multiple Sklerose-Patient:innen beschrieben werden. Eine verminderte Impfwirkung wurde zwar z. B. für die Hepatitis-B-Impfung bei Patient:innen mit rheumatologischen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen beschrieben, dennoch kommt es zu einem relevanten Schutz gegen die Infektionserkrankung.
Impfen bleibt auch bei Patient:innen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen sinnvoll.
Bei allen chronisch-entzündlichen Erkrankungen hat die Auswahl der Immuntherapie einen entscheidenden Einfluss auf die Impfantwort. In den allermeisten Fällen kommt es nicht zu einer relevanten Beeinträchtigung der Immunantwort, so dass ein ausreichender Schutz dennoch gegeben ist. Bei einer komplexen immunsuppressiven Therapie ist die Immunantwort nach Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus abgeschwächt, aber nur ganz selten gar nicht nachweisbar. Impfen bleibt damit auch bei Patient:innen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen sinnvoll.