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Impfempfehlungen

  • Warum ist Impfen bei Patient:innen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen besonders wichtig?

    Patient:innen mit einer chronisch-entzündlichen Erkrankung haben teilweise durch ihre Erkrankung selber ein erhöhtes Infektrisiko. In vielen Fällen wird zudem eine Therapie eingesetzt, die in das Immunsystems eingreift und häufig dieses schwächt. So können Patient:innen für Infektionen anfälliger werden. Kommt es zu einer Infektion, zeigt sich bei dieser Patientengruppe überdurchschnittlich häufig ein schwerer Verlauf. Patient:innen mit…

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  • Erhöhen bestimmte Medikamente/Immuntherapien das Risiko für einen schweren Verlauf von Infektionen?

    Immuntherapien können das Risiko für einen schweren Verlauf einer Infektionserkrankung erhöhen. Umso wichtiger ist ein ausreichender Impfschutz. Medikamente, die in das Immunsystem eingreifen, erhöhen das Infektionsrisiko. Typischerweise steigt das Risiko für Infektionen bei einer Behandlung z. B. mit Kortison (20mg/Tag und mehr) deutlich an; auch die Sterblichkeitsrate durch Infektionen ist erhöht. Aus diesem Grund werden…

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  • Ist eine Impfung gegen das SARS-CoV-2 Virus (Coronavirus) bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen sinnvoll?

    In der aktuellen Corona-Pandemie ist ein entsprechender Impfschutz von entscheidender Bedeutung. Patient:innen, die an chronisch-entzündlichen Erkrankungen leiden, können auch durch die eingesetzten Medikamente ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung haben. Impfungen gegen SARS-CoV-2 können dieses Risiko verringern und damit Leben retten.

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  • Kann auch bei Blutungsneigung oder Fieberkrämpfen in der Vergangenheit geimpft werden?

    Häufig bestehen Bedenken, Impfungen bei bestimmten Vorerkrankungen oder Blutungsneigungen/ Gerinnungsstörungen durchzuführen. Insbesondere Fieberkrämpfe in der Vorgeschichte oder Krampfanfälle in der Familie führen dazu, dass eine Impfung nicht durchgeführt wird. Diese stellen meist kein Impfhindernis dar. Patient:innen mit einer Gerinnungsstörung oder Blutungsneigung können fast immer die Injektion ins Unterhautfettgewebe (subkutan) anstatt in den Muskel (intramuskulär) erhalten.…

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  • Gibt es Besonderheiten bezüglich der Impfempfehlung für Kinder von Eltern mit Immunerkrankungen?

    Die Sorge, mit einer Impfung von Kindern die immunvermittelte Erkrankung der Eltern auszulösen, ist unbegründet. Die Kinder sollten zu ihrem eigenen Schutz und zu dem des erkrankten Elternteils geimpft werden. Alle Kinder, bei denen ein oder beide Elternteile von einer immunvermittelten Erkrankung betroffen sind, sollten nach dem von der STIKO empfohlenen Schema geimpft werden. Für…

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  • Welche Besonderheiten gibt es für Impfungen bei Patientinnen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen in der Schwangerschaft?

    Infektionen können in der Schwangerschaft schwerer verlaufen, weswegen für alle Schwangeren z. B. eine Grippeschutzimpfung empfohlen wird. Dies gilt auch für Patientinnen mit immunvermittelten Erkrankungen ohne Einschränkung. Auch hinsichtlich der Vortherapie oder einer Therapie, die gegebenenfalls in der Schwangerschaft weitergeführt wird, ergeben sich keine Einschränkungen für die Impfung. Seit kurzer Zeit wird für alle Schwangeren…

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  • Welchen Einfluss hat eine Therapie mit monoklonalen Antikörpern bei schwangeren Patientinnen auf die Durchführung von Impfungen der Kinder?

    Gelegentlich ist die Fortführung einer Immuntherapie mit sogenannten Biologika in der Schwangerschaft notwendig. Insbesondere monoklonale Antikörper werden ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel aktiv über die Plazenta von der Mutter zum Kind transportiert. So kann das Kind zum Teil bei der Geburt höhere Konzentrationen des Antikörpers im Blut erreichen als die Mutter. Hier ist es besonders wichtig,…

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  • Welchen Einfluss hat eine Therapie mit monoklonalen Antikörpern bei Stillenden auf die Durchführung von Impfungen der Kinder?

    Babys von Müttern, die einen monoklonale Antikörper ausschließlich in der Stillzeit einnehmen, können in der Regel ohne Einschränkungen geimpft werden. Werden orale Immuntherapien in der Stillzeit eingenommen, die vom Kind über den Magen-Darmtrakt durch die Muttermilch aufgenommen werden könnten, muss eine Impfung mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprochen werden. Wird ein monoklonaler Antikörper nur…

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  • Wie sind die allgemeinen Impfempfehlungen und besonderen Empfehlungen für Patient:innen unter Immunsuppression?

    Neben den im 10-Jahresabstand zu wiederholenden Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Kinderlähmung (Polio) und Keuchhusten (Pertussis), empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Risikogruppen mit geschwächtem Immunsystem regelmäßige Impfungen gegen Grippe (Influenza) jährlich und einmalig gegen Pneumokokken mit dem 20-valenten Konjugat-Impfstoff (PCV20) sowie Impfungen gegen Gürtelrose (Herpes Zoster, ab 50 Jahre, ggf. nach Kostenübernahmeantrag auch früher)…

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  • Warum ist Impfen grundsätzlich sinnvoll?

    Durch Medikamente können in der modernen Medizin viele Erkrankungen gut behandelt werden; leider treten manchmal Nebenwirkungen auf. Infektionen gehören zu den gefürchtetsten Komplikationen einer Therapie, die das Immunsystem schwächt. Durch Impfungen haben wir jedoch die Möglichkeit schweren Infektionserkrankungen vorzubeugen. Durch Impfungen wurde weltweit Millionen von Menschen das Leben gerettet, manche Erkrankungen sogar ausgerottet. Impfungen schützen…

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